Tanja Minter-Stoye und Thorsten Stoye im Café am 13. Januar 2012

Phantasievolle Märchen mit vielen Lebensweisheiten -

 begleitet von exzellenter Musik

Ob das die letzten Regieanweisungen für den Begleitmusiker sind?

Wie phantasievoll Märchen sind und wie viele Lebensweisheiten sich in ihnen verbergen, konnten die Zuhörer beim Märchenabend mit Tanja Minter-Stoye erleben. Ganz verschiedene Geschichten hatte sie ausgewählt: Da ging es zum Beispiel um den Mann, der schwer beladen versucht, einen Berg zu ersteigen, um dort die wunderschönen Sonnenauf- und Untergänge zu erleben. Und er merkte, nachdem er die schweren Baumstämme und den mit Steinen beladenen Rucksack abgelegt hatte, wie viel leichter er sein Ziel erreichte. Da gab es die Frau, die immer recht haben musste und ansonsten sterben wollte. Und da war die gruselige Geschichte vom bösen Bruder, der seinen jüngsten Bruder aus Neid und Missgunst umbrachte und dessen tote Haut zum Bau eines singenden, mahnenden Dudelsacks verwandt wurde.

 

 

 

 

Umrahmt wurden die Erzählungen von exzellenten musikalischen Beiträgen mit Dudelsäcken, Nyckelharpa und Akkordeon von Thorsten Stoye. Sehr schön passten die Stücke zu den Stimmungen der Märchen. Die von Stoye selbst gebauten Dudelsäcke hatten einen wunderschönen Klang, großartig!

 

 

 

 

rechts: Bevor es anfängt, Akkordeonspieler unter sich: Petra muss doch noch wissen, was an Thorstens Dreireiher so besonders ist. Die meisten Stücke spielte Thorsten Stoye auf dem diatonischen Akkordeon.

...aber auch ein Typ schwedischer Dudelsack und

 

ein englisch anmutender Eigenbau erfreuten die Ohren mit feinem Klang.

 

 

 

 

 

Tanja Minter-Stoye erzählte frei mit erstaunlicher Sicherheit und lebhafter Gestik. Immer wieder konnte sie die Zuhörer fesseln und in ihren Bann ziehen.

 

 

 

 

 

 

 

rechts: Tanja, die Hauptdarstellerin bewegte sich gestenreich im Türrahmen. Was sie hier gerade Tragisches erzählt, wissen wir nicht mehr, aber mit dem Paris über der Tür hatte es sicher nichts zu tun.

Es ist geschafft, erleichtert und zufrieden gewährt man der freundlichen Reporterin das Abschlussfoto.

 

 

Es war ein spannender, anregender Abend und erst nach einer Zugabe durften sich die Vortragenden verabschieden.

 

 

 

 

Ins Gästebuch schrieb jemand: "Die Wahrheit liegt nicht im Wein, sondern im Märchen." Ob hier das Märchen von der Frau nachwirkte, die immer recht haben musste?

 

(Ira Meyer)

   

das Plakat