Warum muss es ausgerechnet China sein?..... (1)

So fragte ich mich, als ich 1987 zum ersten Mal dienstlich in das Land der Mitte reiste.

Uwe Krüger -  der Wattenbeker war in 20 Jahren mehr als 50 Mal in China

Nach der Ankunft in Shanghai mischten sich Erwartungen mit fernöstlichen Eindrücken. Der Anblick fremder Speisen und die Gerüche der asiatischen Küche ließen meinen Magen etwas rebellieren. China war damals anders..... Während meiner mehr als 50 Reisen konnte ich jedoch die Entwicklung Chinas in den letzten 20 Jahren beobachten und kennen lernen.

Skyline Shanghai Pudong

Fahrräder in 1987 und High Tech Fahrzeuge in 2007 haben Bilder des Aufschwungs geprägt, welche mir keiner mehr nehmen kann.

Die vom Kulturkreis und mir im Jahr 2000 organisierte China-Reise konnte auch den Wattenbekern dieses Land etwas näher bringen. Seit dem sind einige Jahre vergangen.

Berge im Norden von Beijing

Als ich von meinem Arbeitgeber gefragt wurde, die Position eines General Managers bei der Tochterfirma in Beijing zu übernehmen, sagte ich nach kurzer Überlegung zu. Denn einerseits habe ich mich für die Gründung der Tochterfirma eingesetzt und andererseits lässt mich China nicht mehr los.

Also verlagerte ich meinen Lebensmittelpunkt für mindestens 2 Jahre im März 2006 in die Olympiastadt. Dennoch war der Start in Beijing schwieriger als erwartet. Nach China reisen und in China leben sind wirklich zwei Paar Schuhe, die nicht jedem passen. Die Bürokratie, die Lebensverhältnisse und das „ewige Arbeiten“ sind schon gewöhnungsbedürftig. Dienst- und Privatleben sind eng verzahnt. Flexibilität, Akzeptanz und Hierarchie gehören in China zum täglichen Überleben.

Ich beobachte immer wieder, dass sich Deutsche über die chinesischen Verhältnisse mokieren. Der Straßenverkehr, das Fahrstuhlfahren, die sanitären Anlagen sind das Thema Nr. 1 nach der ersten Ankunft. Positive Dinge wie guter Service, Freundlichkeit und das „Rund um die Uhr einkaufen“ werden jedoch sofort akzeptiert. In China leben und arbeiten bedeutet, sich vom deutschen Standard zu lösen, sich an die Lebensgewohnheiten vor Ort anzupassen und dennoch seine Aufgabe zu erfüllen.

Kleiner Markt für Wanderarbeiter in Beijing

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