N i e d e r s c h r i f t

über die Sitzung des Ausschusses für Bildung und Soziales der Gemeinde Wattenbek am Montag, dem 30. Januar 2012, um 19.30 Uhr im Gemeindezentrum Schalthaus in  Wattenbek

Anwesend:

Die Ausschussmitglieder:

GV Herr Axel Höper als Vorsitzender

GV Herr Torsten Föh

GV Herr Sönke Schröder

Bgl. Mitglied Frau Karola Sowa-Niefind als Vertreterin für Frau Sachau

Bgl. Mitglied Herr Klaus Wichmann

Bgl. Mitglied Frau Maren Herbert

Bgl. Mitglied Frau Sylvia Haese als Vertreterin für Herrn Heidemann

 

Es fehlen entschuldigt:

Frau Sachau

Herr Heidemann

 

Gäste:

Herr Bürgermeister Bräse

Herr Voß

Herr von Seidlitz

Herr Haese

Herr Schmalfuß

Herr Marxen

Herr Kohrt

Frau Eyler zu TOP 8

Frau Radtke zu TOP 8

Herr Osbahr, Amt Bordesholm, zu TOP 8

Herr Gränert zu TOP 7

Herr Puck

2 Mitglieder des Kinder- und Jugendrates zu TOP 6

3 Wattenbeker Einwohner

 

Protokollführerin:

Frau Rahm

 

Herr Höper begrüßt die Anwesenden und eröffnet die Sitzung um 19.30 Uhr.

Er stellt die form- und fristgerechte Ladung sowie die Beschlussfähigkeit des Ausschusses fest. Herr Höper schlägt vor, den TOP 6 vorzuziehen, da zwei Mitglieder des Kinder- und Jugendrates anwesend sind. Alt TOP 6 wird Top 4, alt TOP 4 und 5 werden neu TOP 5 und 6. Herr Bräse bittet um Erweiterung der Tagesordnung in nichtöffentlicher Sitzung. Neu TOP 9: Grundstücksangelegenheiten Kita.

Der Ausschuss beschließt einstimmig die Änderung und Erweiterung der Tagesordnung.

 

Tagesordnung:

     1.         Genehmigung der Sitzungsniederschrift vom 04. April 2011

     2.         Mitteilungen und Anfragen

     3.         Einwohnerfragestunde

     4.         Spielplatz Berliner Ring / Grüner Weg; Gestaltung, Geräte

     5.         Kindertagesstätte Wattenbek; Betriebskostenauswertung 2011 und Gebührenkalkulation 2012/2013

     6.         Betreute Grundschule Wattenbek; Betriebskostenauswertung 2011 und Gebührenkalkulation 2012/2013

     7.         Seniorengruppe „Mach mit“ der Gemeinde Wattenbek

                 Bericht des Vorsitzenden, Herrn Peter Gränert, und Aussprache

nichtöffentlicher Teil:

     8.         Personalangelegenheiten Kindertagesstätte (Mittagessen)

                 Bericht und Aussprache

   9.         Grundstücksangelegenheiten Kita

 

TOP 1: Genehmigung der Sitzungsniederschrift vom 04. April 2011

Einwendungen gegen die Niederschrift vom 04.04.2011 werden nicht erhoben. Somit gilt diese als genehmigt.

 

TOP 2: Mitteilungen und Anfragen

Mitteilungen

a) Bezüglich der Finanzierung der Kinderbetreuung für U3-Kinder teilt Herr Bräse folgendes mit: Durch den künftigen Rechtsausspruch auf eine U3-Betreuung werden in erster Linie die Kommunen mit erheblichen Kosten belastet, dieses gilt für den Ausbau der Krippenplätze wie auch für die Förderung der Kindertagespflege. Ein vom Schl.-Holst. Gemeindetag, Städteverband und Landkreistag gemeinsam in Auftrag gegebenes Gutachten kommt zu dem Ergebnis, dass Bund und Land den Kommunen seit der Föderalismusreform von 2006 keine neuen Aufgaben mehr zuweisen können, ohne deren Finanzierung zu regeln. Demzufolge wären aufgrund einer Regelungslücke in Schleswig-Holstein nicht die Kommunen, sondern das Land dafür zuständig, die Rechtsansprüche der Eltern auf Kinderbetreuung für unter Dreijährige zu erfüllen. Das Land könne zwar jederzeit durch eine Gesetzesänderung die Zuständigkeit der Kommunen bestimmen, es müsse dann jedoch aufgrund des Konnexitätsprinzips die Finanzierung dieser Aufgabe regeln. Zum derzeitigen Zeitpunkt habe man dieses zumindest nicht eingehalten. Demzufolge wurde eine entsprechende Klage zur Prüfung des Anspruches eingereicht.

 

Anfragen

a) Herr Haese bemerkt, dass der Schulverband eine gymnasiale Oberstufe plant und fragt an bezüglich der Kosten. Da dies auch für die Gemeinde Wattenbek mit erheblichen Kosten verbunden wäre, ist seiner Auffassung nach auch eine Beratung in den Gremien wünschenswert. Herr Bräse teilt mit, dass sich eine Zustimmung für die gymnasiale Oberstufe abzeichnet. Es ist vorgesehen, im Frühjahr 2012 einen diesbezüglichen Antrag zu stellen. Die Kosten betragen ca. 3-4 Mio €. Frau Haese bemerkt, dass nur die Vertreter der Gemeinde im Schulverband über die Sachverhalte Kenntnis erhalten. Sie würde sich wünschen, wenn alle Gemeindevertreter vorab Informationen über die Themen im Schulverband erhalten würden. Herr Bräse bemerkt, dass die Sitzungen öffentlich sind. Die Vertreter im Schulverband sind nicht weisungsgebunden. Herr Föh schlägt vor, dass Thema gymnasiale Oberstufe in einer Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses zu beraten.

 

TOP 3: Einwohnerfragestunde

Es werden keine Anfragen gestellt.

 

TOP 4: Spielplatz Berliner Ring / Grüner Weg, Gestaltung, Geräte

Herr Höper verweist auf die Vorlage.

An „Altbeständen“ sind vorhanden:

a)      eine Rutsche (Lagerung Bauhof)

b)      eine Spielkiste (Sand)

c)      2 Bänke

d)      Abfallbehälter

e)      Spielplatzschilder, 2 Stück

Es wird vorgeschlagen anzuschaffen:

2 Wipptiere bzw. eine Schaukel.

Kosten werden bereitgestellt.

Herr Bräse teilt mit, dass noch zwei freie Grundstücke vorhanden sind. Es sollte eine Beratung in den Fraktionen erfolgen, wie die Grundstücke genutzt werden könnten. Der Kinder- und Jugendrat könnte anhand einer Skizze den Spielplatz überplanen. Herr Gras fragt an, welche Fläche für den Spielplatz bleibt. Herr Bräse teilt mit, dass für den Spielplatz eine ca. 600 qm große Fläche verbleibt. Herr Schröder gibt zu bedenken, ob der Spielplatz erst überplant werden sollte, wenn die Planungen für die zwei Grundstücke abgeschlossen sind, insbesondere im Hinblick auf Bautätigkeiten. Frau Herbert teilt mit, dass für die zwei vorderen Grundstücke die Baufahrzeuge tlw. vom Grünen Weg aus angeliefert haben. Herr Gras teilt mit, dass in diesem Bereich ein Spielplatz fehlt und bietet seine Mitarbeit bei der Überplanung an. Herr von Seidlitz schlägt vor, ein Gremium zu schaffen, wo auch die Kinder- und Jugendlichen ihre Vorschläge unterbreiten können. Es wird angefragt, ob die Seilbahn, die jetzt außerhalb steht, versetzt werden könnte. Herr Schröder bemerkt, dass dies in einer Wohnbebauung nicht möglich ist. Diesbezüglich haben vor der Aufstellung einige Sitzungen stattgefunden. Herr Voß spricht die Lärmschutzgründe an. Es wird angefragt bezüglich des finanziellen Spielraumes für die Gestaltung des Spielplatzes. Herr Höper teilt mit, dass der Spielplatz ausreichend ausgestattet wird. Die Mitglieder des Kinder- und Jugendrates sichern zu, dass die Kinder- und Jugendlichen sowie die Anwohner und Interessierten in die Planungen mit einbezogen werden.

 

Der Ausschuss beschließt einstimmig wie folgt:

Der Spielplatz für Kleinkinder ist unter Beteiligung des Kinder – und Jugendrates durch die Gemeinde herzurichten. Der Kinder- und Jugendrat wird Vorschläge unterbreiten, welche Geräte noch angeschafft werden könnten und wie der Spielplatz hergerichtet wird. Die Kinder- und Jugendlichen sowie die Anwohner und Interessierten werden in die Planungen mit eingebunden.

 Die Kosten übernimmt die Gemeinde Wattenbek.

 

Die Mitglieder des Kinder- und Jugendrates verlassen die Sitzung.

 

TOP 5: Kindertagesstätte Wattenbek; Betriebskostenauswertung 2011 und Gebührenkalkulation 2012/2013

Herr Höper verweist auf die Vorlage.

Herr Höper dankt Frau Eyler für die gute Arbeit der Kita. Herr Schröder spricht ein Lob an die Verwaltung aus für die sehr gute Vorlage und dankt dem gesamten Kita-Team für die Arbeit.

Sachverhalt:

Es wird Bezug genommen auf die vorliegende Betriebskostenabrechnung 2011 für die Kindertagesstätte Wattenbek.

Der tatsächliche Kostenausgleichsbetrag je Betreuungsstunde beträgt für die Gemeinde Wattenbek 1,65 € ( = Vorjahr 2,13 €).

Gegenüber dem Vorjahr ist das Betriebskostendefizit um ca. 11.000,-- € gesunken. Dieses ist um so bemerkenswerter, als dass sich die Haushaltsjahre 2010 und 2011 vom Grundsatz nicht unmittelbar miteinander vergleichen lassen. Seit dem 15.08.10 wird in der Kindertagesstätte Wattenbek zusätzlich die Krippenbetreuung angeboten und verursacht entsprechende Mehrkosten. Erstmalig wirkt sich das zusätzliche Angebot also im Haushaltsjahr 2011 ganzjährig aus. Entsprechend sind die Brutto-Ausgaben um ca. 90.000,-- € angestiegen.

Demgegenüber ist jedoch auch ein Anstieg der Brutto-Einnahmen um über 100.000,-- € zu verzeichnen. Zum einen sind die Benutzungsgebühren erheblich angestiegen. Hier macht sich bereits die zum 01.08.10 in Kraft getretene Erhöhung der Benutzungsgebühr von 110,-- € auf

120,-- € für die 4stündige Regelbetreuung bemerkbar; zusätzlich bleibt festzuhalten, dass die Einrichtung nahezu vollkommen ausgelastet ist.

Des weiteren ist die Kindertagesstätte Wattenbek aufgrund ihres vielfältigen Angebots (z.B. angeschlossener Krippenbetreuung) Nutznießer des neuen Personalkostenförderungssystems des Kreises Rendsburg-Eckernförde. Gegenüber dem Vorjahr haben sich die Kreis- und Landesmittel um ca. 40.000,-- € erhöht, zusätzlich wurde noch ein weiterer Nachzahlungsbetrag für das Jahr 2010 in Höhe von ca. 20.000,-- € vereinnahmt.

Trotz gestiegener Betriebskosten konnte somit das Defizit insgesamt betrachtet verringert werden.

 

Die erhöhte Personalkostenförderung wirkt sich übrigens nicht bei der Ermittlung der anteiligen Elternbeiträge an den laufenden Betriebskosten aus. Dieser Anteil ergibt sich aus den laufenden Brutto-Betriebskostenausgaben („Anhaltswert: 30 Prozent“) . Neben den Teilnahmebeiträgen werden die Betriebskosten dann ja ferner u.a durch Zuschüsse des Landes und des Kreises sowie durch Eigenleistungen des Trägers/der Kommune aufgebracht, so dass eine Erhöhung der Personalkostenförderung eben den Anteil der Gemeinde senkt, jedoch keine Auswirkung auf die Elternbeiträge hat.

 

Dennoch lässt sich festhalten, dass durch Elternbeiträge nunmehr 34,59 Prozent (gegenüber 29,35 Prozent des Vorjahres) der laufenden Betriebskosten abgedeckt worden sind.

Nach den Empfehlungen der Arbeitsgemeinschaft der kommunalen Landesverbände des Landes Schleswig-Holstein zur Finanzierung der Betriebskosten von Kindertageseinrichtungen soll die Betriebskostenabdeckung durch Elternbeiträge grundsätzlich mindestens 30 Prozent betragen.

Mit Beschluss vom 23.06.11 hatte die Gemeinde Wattenbek festgesetzt, die Grundgebühr zum Kita-Jahr 2011/2012 von 110,-- € auf 120,-- € zu erhöhen. Zur Deckung des Mindest-Anteils an Eltern-Gebühren in Höhe von 30 Prozent wurde im Vorwege ein Gebührensatz von 118,-- € ermittelt. Seitens der Gemeinde wurde die Anhebung auf 120,-- € damit begründet, dass in der Einrichtung Leistungen angeboten werden, die nicht als selbstverständlich zu betrachten sind, so z.B. ein überdurchschnittlich hoher Personalschlüssel.

 

Wie der Betriebskostenabrechnung unter dem Punkt „voraussichtliche Entwicklung Kindergartenjahr 2012/2013“ (siehe Seite 4) zu entnehmen ist, ist allein unter Anrechnung der tatsächlichen Gebühreneinnahmen 2011 für das Jahr 2012 mit einem Anteil der Elternbeiträge von 33,59 Prozent zu rechnen; tatsächlich muss aber berücksichtigt werden, dass sich die zum 01.08.11 vorgenommene Erhöhung der Kindergartengebühr erstmalig erst im Jahre 2012 ganzjährig in allen 12 Monaten bemerkbar macht. Unter Berücksichtigung dieser Gebührenerhöhung wäre dann – wie aus der Aufstellung ersichtlich – mit einem Anteil an Elterngebühren von 37,17 Prozent zu rechnen.

 

nachrichtlich:

Zum derzeitigen Stand besuchen 107 Kinder die Kindertagesstätte Wattenbek (Plätze in den Vormittagsgruppen inkl. Krippe bei Gruppenbelegung von 20 Kindern in den reinen Kindergartengruppen =   105 Kinder). Die Kindertagesstätte ist demzufolge ausgebucht.

Von den derzeit betreuten Kindern wohnen 94 Kinder in Wattenbek und 13 Kinder in den umliegenden Gemeinden (Bordesholm 7 Kinder / Brügge 4 Kinder / Grevenkrug 1 Kind / Negenharrie 1 Kind)

Aus Wattenbek wiederum besuchen folgende Kinder auswärtige Kindergärten:

in Bordesholm:             7 Kinder aus Wattenbek

in Brügge:                     7 Kinder aus Wattenbek ( davon 5 im „Montessori“-Kindergarten)

in Neumünster: 1 Kind aus Wattenbek

 

Im Jahr 2011 hat die Gemeinde Wattenbek für die Unterbringung auswärtiger Kinder 50.812,20 € vereinnahmt; selbst wurden 40.367,39 € an Kostenausgleichsbeträgen entrichtet.

 

zur Bedarfsplanung:

tatsächliche Anzahl der Kinder aus Wattenbek, die im Laufe eines Kindergartenjahres über einen Rechtsanspruch auf einen Kindergarten-Platz verfügen (maximal; incl. der „Schul-Kann-Kinder“):

 

laufendes Kita-Jahr 2011/2012

(Geb.Datum 01.07.05 – 31.07.09)

111 Personen

kommendes Kita-Jahr 2012/2013

(Geb.Datum 01.07.06 – 31.07.10)

124 Personen

(theoretischer Abgang „Schulabgänger“ (Geb. Datum 01.07.05 – 30.06.06)  = 28 Personen; 

Zugang „Kinder ab 3 Jahre“ (Geb. Datum 01.08.09 – 31.07.10) = 41 Personen

übernächstes Kita-Jahr 2013/2014

(Geb.Datum 01.07.07 – 31.07.11)

127 Personen

(theoretischer Abgang „Schulabgänger“ (Geb. Datum 01.07.06 – 30.06.07)  = 22 Personen; 

Zugang „Kinder ab 3 Jahre“ (Geb. Datum 01.08.10 – 31.07.11) = 25 Personen

 

Ergebnis:

Bereits zum heutigen Tage ist die Einrichtung voll ausgelastet. Zu den kommenden Kita-Jahren 2012/2013 und 2013/2014 ist noch einmal ein entsprechender Anstieg der Kinderzahl festzustellen.

Diese Entwicklung war so vor einem Jahr noch nicht vorauszusehen. Anhand des Melderegisters wurde Anfang 2011 für das laufende Kita-Jahr 2011/2012 eine Kinderzahl von 102 Kindern (nunmehr tatsächlich 111) und für das kommende Kita-Jahr 2012/2012 eine Zahl von 106 Kindern (nunmehr tatsächlich 124) prognostiziert. Es ist also festzustellen, dass im Jahr 2011 verhältnismäßig viele Familien mit Kindern nach Wattenbek gezogen sind. 

Die sehr gut ausgebaute Kinderbetreuungssituation erweist sich somit als wichtiger Standortfaktor für die Gemeinde.   

 

tatsächliche Anzahl der Kinder aus Wattenbek, die im Laufe des Jahres für die Krippenbetreuung in Frage kommen könnten:

Geburtsjahrgang 2009: 31 Kinder

Geburtsjahrgang 2010: 34 Kinder

Geburtsjahrgang 2011: 28 Kinder

In einer Krippe werden die Kinder jedoch „lediglich“ vom vollendeten ersten Lebensjahr bis zur Vollendung des dritten Lebensjahres betreut. Insofern wird in der Gruppe ständig „Bewegung“ sein; es ist damit zu rechnen, dass es laufend im Rahmen der U3-Betreuung zu einem fließenden Übergang in den Regelbereich kommen kann bzw. dass ständig neue Kinder die Voraussetzungen für die Krippenbetreuung erfüllen.

Über die Anzahl der Kinder, welche nun tatsächlich eine Krippenbetreuung in Anspruch nehmen werden, lässt sich keine konkrete Vorhersage tätigen. Ein Maßstab für die Ermittlung der benötigten Betreuungsplätze könnte dennoch das allgemeine Ziel des Gesetzgebers sein, im Jahr 2013 im Landesschnitt für 35 Prozent der Kinder unter drei Jahren ein Betreuungsangebot zu schaffen. Wenn man nun für die Gemeinde Wattenbek diesen Maßstab zugrunde legt, würden folgende Kinder allein aus Wattenbek demzufolge zu den Stichtagen 01.08.12 und 01.01.13 die Voraussetzungen für eine U3-Betreung erfüllen:

 

Stichtag

Anzahl der Kinder

1 + 2 Jahre alt

Deckungsquote ca. 35 % der Kinder

(lt. Schätzung des Bundes)

davon ca. 70 % in Kindertagesein-richtungen 

davon ca. 30 % in Kindertages-pflege

derzeitiger Stand: 01.01.12

65

22,75

15,93

6,82

01.08.12

66

23,10

16,17

6,93

01.01.13

62

21,70

15,19

6,51

 

Unter Zugrundelegung der Betriebskostenauswertung 2011 sowie der zu erwartenden Entwicklung (inkl. der Berücksichtigung von voll ausgelasteten Betreuungsgruppen) wird aus Sicht der Verwaltung eine Anhebung der Kindergartengebühr zum 01.08.2012 als nicht notwendig betrachtet.

 

Es schließt sich eine Beratung an.

Herr Bräse bemerkt, dass sich die Kita zu einer Ganztageseinrichtung entwickelt hat. Die Ansprüche der Eltern sind gestiegen. Es wird mehr Personal benötigt. Herr Haese schlägt eine Gebührenerhöhung vor im Hinblick auf die personelle Entwicklung. Herr Voß sieht hierzu keine Veranlassung, da die Entwicklung jedes Jahr neu geprüft wird.  

 

Der Ausschuss beschließt als Empfehlung an die Gemeindevertretung einstimmig wie folgt:

Für das kommende Kindergartenjahr 2012/2013 werden die Gebührensätze für die Inanspruchnahme der kommunalen Kindertagesstätte Wattenbek in unveränderter Höhe gem. § 3 der entsprechenden Gebührensatzung festgesetzt.

 

TOP 6: Betreute Grundschule Wattenbek; Betriebskostenauswertung 2011 und Gebührenkalkulation 2012/2013

Herr Höper verweist auf die Vorlage und dankt dem Team der betreuten Grundschule für die gute Betreuung.

Sachverhalt:

Es wird Bezug genommen auf die vorliegende Betriebskostenabrechnung 2011 für die Betreute Grundschule Wattenbek.

 

Für die Inanspruchnahme der Betreuten Grundschule ergibt sich ein Kostenausgleichbetrag von 0,10 € pro veranlagter Betreuungsstunde (Vergleich 2010: 0,33 €).

Die Ermittlung eines geringeren Kostenausgleichbetrags spiegelt sich entsprechend im Betriebskostendefizit wider: Gegenüber dem Vorjahr konnte es von 10.951,78 € auf 3.655,74 € reduziert werden (im Jahr 2009 betrug es sogar noch 17.950,13 €).

Wie der Betriebskostenabrechnung zu entnehmen ist, haben sich erneut die Nutzerzahlen und somit auch die Gebühreneinnahmen stark erhöht. Im vergangenen Jahr 2011 haben durchschnittlich 68,72 Kinder die Einrichtung genutzt (Entwicklung der letzten Jahre: 2008: 44 Kinder, 2009: 54,13 Kinder, 2010: 63,40 Kinder).

Die durchschnittlichen Betreuungsstunden insgesamt pro Woche sind von 635,72 Std. auf 686,70 Std. angestiegen.

Die Kapazitäten in der Betreuten Grundschule sind nunmehr nahezu erschöpft. Weitere – zumindest kurzfristige - Neuaufnahmen sind derzeit nur im Einzelfall möglich.

 

Unabhängig davon, dass im Laufe der Jahre allein aufgrund der veränderten gesellschaftlichen Situation immer mehr Elternteile einen Betreuungsplatz für ihr Kind benötigen, spricht die derzeitige Auslastung sicher auch für die hervorragende Qualität der Arbeit der Mitarbeiter/-innen der Einrichtung.       

Aufgrund des verhältnismäßig sehr geringen Betriebskostendefizits wird seitens der Verwaltung eine Erhöhung der Benutzungsgebühr zum kommenden Schuljahr als nicht notwendig betrachtet. 

 

Der Ausschuss beschließt als Empfehlung an die Gemeindevertretung einstimmig wie folgt:

Der Kostenausgleichbetrag für die Nutzung der Betreuten Grundschule Wattenbek wird für das Jahr 2011 auf 0,10 € pro veranlagter Betreuungsstunde festgesetzt. Die Gebührensätze für die Inanspruchnahme der Betreuten Grundschule Wattenbek bleiben im kommenden Schuljahr 2012/2013 unverändert.

 

Die Wattenbeker Einwohner und Herr Puck verlassen die Sitzung.

 

TOP 7: Seniorengruppe „Mach mit“ der Gemeinde Wattenbek; Bericht des Vorsitzenden, Herrn Peter Gränert, und Aussprache

Herr Höper dankt Herrn Gränert für die gute Arbeit.

Herr Gränert erläutert sehr umfassend die Seniorenarbeit und teilt unter anderem folgendes mit:

Die Seniorengruppe ist sehr aktiv. Es finden pro Jahr ca. 60 bis 70 Veranstaltungen statt. Hiervon finden unter anderem 12 Kaffeenachmittage, tlw. mit Musikdarbietungen, 12 Tagesfahrten, Weinabend mit einem Winzer von der Mosel, Weihnachtsfeier, Sylvesterparty, eine größere Fahrt statt. Die Kaffeenachmittage sind mit 60-80 Personen sehr gut besucht. An der Weihnachtsfeier haben ca. 100 Personen teilgenommen. Die Musikanlage wird sehr viel genutzt. Es hat sich eine Bastelgruppe aus sechs bis zehn Frauen gebildet, die sich alle 14 Tage treffen. Ferner findet mtl. ein Spielenachmittag statt.

Herr Gränert gibt den Anwesenden die Einladungen des vergangenen Jahres zur Kenntnis. Es werden PC-Kurse durchgeführt, um auch die ältere Generation an die Technik heranzuführen. Die Senioren freuen sich auf die Veranstaltungen. Gerade die alleinstehenden Personen brauchen die Gespräche und die Zusammenkünfte.

Die Tagesfahrten werden senioren- und gehbehindertengerecht durchgeführt. Dies wird in den Einladungen auch bekanntgegeben. Herr Gränert berichtet von einigen Fahrten. Bei einigen Fahrten war ein Rettungsassistent mit anwesend, da sich einige Senioren gesundheitlich überschätzen. Dies ist jedoch auch mit Zusatzkosten verbunden.

Auch in diesem Jahr wird wieder eine größere Fahrt stattfinden. Es wird vorab eine Programmvorschau erstellt, die den Senioren bei einer Veranstaltung vorgestellt wird. Herr Gränert gibt den Anwesenden einige Programmhefte von durchgeführten Fahrten zur Kenntnis. In den schriftlichen Ausarbeitungen steckt sehr viel Arbeit.

 

Herr Bräse lobt die ausgezeichnete Arbeit von Herrn Gränert. Die Zusammenarbeit zwischen der Gemeinde und der Seniorengruppe klappt gut. Herr Bräse wünscht Herrn Gränert, dass er die Arbeit noch lange ausüben kann und möchte und dankt im Namen der Gemeinde Wattenbek für die geleistete Arbeit.

Herr Voß spricht die Bildung eines Seniorenbeirates an. Herr Gränert teilt mit, dass viele Themen zerredet werden. Er steht einem Seniorenbeirat kritisch gegenüber. Die Veranstaltungen und Fahrten werden schwieriger zu planen sein. Sollte sich in Wattenbek ein Seniorenbeirat bilden, würde er die Arbeit nicht mehr fortführen.

Herr von Seidlitz spricht das große Engagement von Herrn Gränert an und fragt an, ob in der Gruppe „Mach mit“ Senioren bereit wären die Seniorenarbeit zu übernehmen, wenn Herr Gränert die Arbeit nicht mehr ausüben kann. Herr Gränert teilt mit, dass lediglich die Kaffeenachmittage, die Spieleabende und die Bastelrunde von einigen Senioren organisiert und durchgeführt werden. Aber auch ein möglicher Nachfolger wird die Arbeit gut fortführen. Als er die Seniorenarbeit von Herrn Hinrichs übernommen hat, hat er auch seinen eigenen Stil entwickelt.

 

Herr Höper dankt Herrn Gränert für die Ausführungen.

Herr Gränert verlässt die Sitzung.

 

Zur Beratung der nachfolgenden Tagesordnungspunkte schließt Herr Höper die Öffentlichkeit aus.

 

 

Herr Höper stellt die Öffentlichkeit wieder her. Beschlüsse werden nicht bekanntgegeben.

Mit einem Dank an alle Beteiligten schließt Herr Höper die Sitzung um 22.25 Uhr.

  

 

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Vorsitzender                                                             Protokollführerin